Wandel im Watt

Themen: 
Jeden Tag ein Bild. Immer das gleiche, nie dasselbe. Wandel im Watt ist ein Fotoprojekt, in dem ein Jahr lang täglich dieselben Motive fotografiert wurden.
Westerhever Leuchtturm

Westerhever Leuchtturm | © Stock/LKN-SH

"Natur Natur sein lassen" - das ist die kurze Formel für die ungestörte Entwicklung der grandiosen Wattenmeerlandschaft, das ist die Aufgabe des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer: Wechselhaftigkeit schützen, die Einmaligkeit der Natur für künftige Generationen bewahren, Erholung in einer großartigen Umgebung bieten und einzigartiges Naturerlebnis ermöglichen.

Die stetige Veränderlichkeit, der Wandel der ungestörten Naturentwicklung bieten außergewöhnliche sinnliche Naturbegnungen und Naturerfahrungen. Aber wie genau kennen wir unsere Umgebung wirklich? Was unterscheidet unseren Ort von anderen? Welchen täglichen, jahreszeitllichen, langfristigen Veränderungen unterliegt er? Häufig genug erleben wir, dass wir nur schemenhafte Vorstellungen vom Rhythmus des Wechsels, vom Zeitmaß der Veränderlichkeit der Natur vor unserem inneren Auge haben.

Das Projekt

Wir haben daher Orte mit Bildern angereichert, möchten Wechselhaftes sichtbar machen und scheinbar Vertrautes vergegenwärtigen. Vielleicht kann daraus Verständnis für die unwiederbringliche Veränderung der Natur wachsen und Wertschätzung für den Wandel gedeihen.

An sechs Standorten im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer wurde vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2002 tagtäglich derselbe Landschaftsausschnitt fotografiert. Durch die Aneinanderreihung täglicher Bilder entsteht nach und nach der Jahresgang im Überblick: Der Wandel in der Natur, der kurzfristige Wechsel von Lichtstimmungen, Wolkenspiel und Gezeiten. Das Zeitmaß der Veränderungen wird im Zeitraffer sichtbar gemacht. Fotografische Querschnitte im Tageslauf ergänzen das Bild und knüpfen an unmittelbare Erfahrung und Erinnerung des Betrachters an.

Standorte

Seit 2002 wird das Projekt fortgesetzt: Einmal monatlich wird an 2 Standorten auf der Hamburger Hallig sowie an 3 Standorten in Westerhever fotografiert.

Idee und Leitung des Projektes


Dr. Martin Stock
Nationalparkverwaltung
Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein
Telefon: 04861 616-47
Email: martin.stock(a)lkn.landsh.de
 

Unterstützt von

 

                 Leica   | Website: de.leica-camera.com/home »
 

       Fujifilm    | Website:  www.fujifilm.eu/de »
 

       Halbe   | Website:  www.halbe-rahmen.de »
 

  diavographie


  Rainer Burzinsky - Naturfotografie Spezialzubehör

Das könnte Sie auch interessieren

Schneeammern. Foto: Michael Hillmann

Zu den Wintergästen im Wattenmeer gehören auch die Schneeammern, die im Spülsaum, am Strand oder auch am Deichfuß, emsig nach Samen von Salzwiesenpflanzen suchen. Sie brauchen viel Ruhe zum Fressen, um im Frühjahr den Rückflug in ihre arktischen Brutgebiete zu schaffen. Durch Stressfaktoren wie das Feuerwerk zum Jahreswechsel werden ihre lebensnotwenigen Energiereserven unnötig aufgezehrt. Foto: Michael Hillmann

26.12.2018 Feuerwerk, Silvester Wenn Feuerwerksfans es in der Silvesternacht richtig krachen lassen, finden andere das gar nicht spaßig. Vögel und andere Tiere können durch die plötzlichen Knall- und Lichteffekte ernsthaft in Panik geraten. Im Nationalpark ist Feuerwerk verboten, aber wegen der weiträumigen Effekte sollte man auch im Umfeld von Schutzgebieten darauf verzichten. mehr »
Die Projektgemeinschaft mit Ministerin Birgit Honé (2. von rechts) bei der Übergabe des Bewilligungsbescheides für die Watten-Agenda 2.0. Foto: Zwoch / Nationalparkverwaltung

Die Projektgemeinschaft mit Ministerin Birgit Honé (2. von rechts) bei der Übergabe des Bewilligungsbescheides für die Watten-Agenda 2.0. Foto: Zwoch / Nationalparkverwaltung

03.12.2018 Weltnaturerbe, Wattenagenda Im Rahmen des 9. Wattenmeerforums präsentierte die Projektgemeinschaft des deutsch-niederländischen INTERREG V A-Projektes "Wattenagenda" die Ergebnisse und Maßnahmen aus der zurückliegenden vierjährigen Projektlaufzeit. Diese überzeugten insbesondere das Programmmanagement der EDR: Feierlich übergab die niedersächsische Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung Birgit Honé einen Förderbescheid über rund 1,7 Millionen Euro für ein Folgeprojekt „Watten-Agenda 2.0“ mehr »
Besucher des Zugvogelfestes verfolgen das Bühnenprogramm. Foto: Nationalparkverwaltung

Gespannt verfolgten die Besucher des Zugvogelfestes das Bühnenprogramm. Foto: Nationalparkverwaltung

21.10.2018 Zugvogeltage Mit dem großen Zugvogelfest im Haus des Gastes in Horumersiel endeten heute die 10. Zugvogeltage im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Nationalpark-Leiter Peter Südbeck und sein Team zogen eine positive Bilanz der zurückliegenden Veranstaltungsreihe. mehr »
Heringsmöwen. Foto: Thorsten Krüger

Heringsmöwen. Foto: Thorsten Krüger

14.09.2018 Zugvogeltage, Heringsmöwe 10-9-8-7-6-5-4-3-2 ... der vorletzte Beitrag unseres Countdowns bis zum Beginn der 10. Zugvogeltage widmet sich der sehr adretten Heringsmöwe. mehr »