Fischerei

Sehr viele Fische, die in der Nordsee gefischt werden haben ihre ersten Monate im Wattenmeer verbracht. Gefischt werden dort aber vor allem Garnelen (die auch Krabben genannt werden) und Muscheln.
Fischerei im Wattenmeer

Fischerei im Wattenmeer | © Stock/LKN-SH

Das Wattenmeer hat für die deutsche Fischerei herausragende Bedeutung. Etwa ein Drittel der Erlöse der Fischereifahrzeuge entstammt der Garnelen- und Muschelfischerei. An Schleswig-Holsteins Westküste gibt es rund 300 Berufsfischer, 220 Nebenerwerbsfischer und viele Hobbyfischer. In den Häfen sind rund 130 Kutter und 60 Fischerboote registriert. Fische werden im Wattenmeer nur in geringem Umfang gefangen, meist von Hobby- und Nebenerwerbsfischern. Gewerbliche Fischerei findet vor allem auf Miesmuscheln, Pazifische Austern und Krabben, im Außenbereich des Wattenmeeres auch auf Plattfische statt.

Das Wattenmeer ist die wichtigste Kinderstube der Schollen, Seezungen und Heringe, die als größere Fische in der Nordsee gefangen werden. Die meisten der gut 60 nachgewiesenen Fischarten verbringen nur einen Teil ihres Lebenszyklus im Wattenmeer. Auch die Krabben wandern im Winter in tiefere Bereiche der Nordsee ab.

Im Nationalpark ist Fischerei grundsätzlich erlaubt. Ziel der Nationalparkverwaltung ist es, die Fischerei möglichst naturverträglich zu gestalten. Ein Instrument sind die verschiedenen Schutzzonen des Nationalparks, aber auch freiwillige Vereinbarungen mit Fischern. Nur auf einer Fläche von etwa 3 % ist jegliche Ressourcennutzung, und somit auch jegliche Fischerei, verboten. Dieses nutzungsfreie Gebiet liegt südlich des Hindenburgdammes und dient auch der Forschung.

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