Sozioökonomie

Um die Entwicklung der Wattenmeerregion umfassend beschreiben zu können und Trends rechtzeitig zu erkennen, genügt es nicht, lediglich ökologische Parameter zu erfassen. Ebenso wichtig ist der Blick auf die regionale Wirtschaft, auf die Bevölkerungsentwicklung und auf die Einstellungen, Meinungen und Wünsche der Regionalbevölkerung und der Gäste.
Befragung von Feriengästen

Befragung von Feriengästen | © C. Gätje/LKN-SH

Daten und Bewertungen über die sozio-ökonomische Entwicklung der Nationalpark-Region liefert das sozioökonomische Monitoring (SÖM Watt) der Nationalparkverwaltung. Es setzt sich aus verschiedenen Bausteinen zusammen:

  • Aus amtlichen Statistiken werden ausgewählte Daten zum SÖM Regional zusammengestellt.
  • An 14 Standorten werden Urlaubsgäste und Tagesausflügler interviewt (SÖM Trend).
  • Auch die Bewohnerinnen und Bewohner der Nationalpark-Region (Kreise Dithmarschen und Nordfriesland) werden regelmäßig befragt (SÖM Meinung). In 2006 wurde mit Rendsburg-Eckernförde erstmals zusätzlich ein Vergleichskreis einbezogen, der nicht direkt am Nationalpark liegt.
  • Sporadisch werden Fragen in bundesweite repräsentative Mehrthemen-Befragungen eingeschaltet.

Die Ermittlung der 'Kundenzufriedenheit' im Rahmen von Gästebefragungen eröffnet die Möglichkeit, die Akzeptanz von Schutzmaßnahmen zu überprüfen und die Bekanntheit und Bewertung der Nationalpark-bezogenen Angebote zu erfassen. Nicht weniger wichtig ist es, Wahrnehmung und Akzeptanz des Schutzgebietsmanagements und der Naturschutzkommunikation der Nationalparkverwaltung regelmäßig durch Befragungen der Bevölkerung und der Vertreter von Interessensgruppen zu überprüfen.  

Das SÖM Watt ist Teil der wattenmeerweiten Dauerbeobachtung (TMAP, Trilateral Monitoring and Assessment Program), die gemeinsam mit Dänemark und den Niederlanden durchgeführt wird. 

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Heringsmöwen. Foto: Thorsten Krüger

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