Niedersachsen

Projekte aus den Biosphären-Kommunen

Die Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer unterstützt nachhaltige Projekte in den zwölf Biosphären-Kommunen.

Die Biosphärenregion Niedersächsisches Wattenmeer ist eine Modellregion, in der beispielhaft innovative Ansätze nachhaltiger Entwicklung erprobt und realisiert werden. Hier sollen Wissen und Erfahrungen gesammelt werden, die eine wirtschaftliche und soziale Entwicklung der Gesellschaft ermöglichen und gleichermaßen die natürlichen Ressourcen, Lebensräume und Arten schützen. Dies möchte die Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer unterstützen und stellt Haushaltsmittel zur Verfügung, mit denen diverse Biosphären-Projekte in Teilen finanziert und unterstützt werden.

Logo Biosphärenregion Niedersächssiches Wattenmeer

Die Initiative für ein solches Projekt geht von einer Biosphären-Kommune oder einem Verein bzw. einem Biosphären- oder Nationalpark-Partner innerhalb einer solchen Kommune aus und wird in Abstimmung mit der Nationalparkverwaltung umgesetzt. Dabei unterliegt das Projekt bestimmten Kriterien, die sicherstellen, dass es zur nachhaltigen Entwicklung der Region beiträgt und den Zielen der Biosphärenregion entspricht.

Stadt Schortens
 

Schortens startet Projekt “Gießkannenheld:innen”

Um die unter Trockenheit und Hitze leidenden Straßenbäume besser zu schützen, hat die Biosphären-Stadt Schortens das Mitmach-Projekt „Gießkannenheld*innen“ ins Leben gerufen. Ziel ist es, auch mit Blick auf die Anpassung an den Klimawandel gemeinsam für einen widerstandsfähigen Baumbestand im Siedlungsbereich zu sorgen: Interessierte können eine Patenschaft für Bäume und Beete übernehmen und erhalten dafür einen Regenwassertank sowie Gießkannen.

„Der Mitmach-Charakter greift die Idee der Biosphärenregion vorbildlich auf, gemeinsam Zukunft zu gestalten“, freut sich Astrid Martin, Dezernentin für die Biosphärenregion in der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer bei der Übergabe an den ersten Gießkannenhelden Gert Malitz. Die Nationalparkverwaltung unterstützt die Kommunen, die Teil der Entwicklungszone der Biosphärenregion sind, bei der Umsetzung von Nachhaltigkeitsprojekten und hat der Stadt Schortens die ersten 44 Gießkannen und 22 Wassertanks gestiftet.

Gießkannenheld:in werden: schortens.de/anmeldung-giesskannenhelden

Mitarbeitende der Nationalparkverwaltung und des Naturschutzvereins stehen auf dem frisch sanierten Steg in Nordenham.
Dieter Schlack

 

Stegsanierung Vogelbrutinsel SeenparkIV

Der Seenpark IV in Nordenham beherbergt mit rund 500 Brutpaaren eine der großen Lachmöwenkolonien an der niedersächsischen Küste. Das vor einigen Jahrzenten durch den Kleiabbau entstandene Gewässer hat sich zum Vogelparadies entwickelt, nur wenige hundert Meter von der Nordenhamer Industrie entfernt. Der Naturschutzverein Nordenham kümmert sich darum, dass die Vogelbrutinsel nicht zuwächst und bietet Führungen an. Doch der Holzsteg, mit dem die Insel für die Pflege erreichbar wird, war gefährlich marode und die nötige Investition für den kleinen Verein schwer zu stemmen. Bei der Suche nach Unterstützung stellte Nordenhams Bürgermeister Nils Siemen den Kontakt zur Biosphärenregion her. Mit der Finanzierung als Biosphären-Projekt konnten die Pfähle des Stegs erneuert werden. Davon überzeugten sich im November 2025 der Bürgermeister und die Nationalparkverwaltung und freuten sich mit dem Naturschutzverein, dass die Pflegearbeiten auf der Insel auch in diesem Winter ausgeführt werden können.

Informationen zum Verein: www.naturschutzverein-nordenham.de

Das Projekt "Mehrweg für's Wattenmeer" vom Regionalen Umwelzentrum (RUZ) in Schortens wird vorgestellt. Die Nationalparkverwaltung hat dieses finanziell unterstützt.
NLPV

 

Mehrweg für’s Wattenmeer

Organisationen und Initiativen können sich an jetzt an das Regionale Umweltzentrum (RUZ) in Schortens wenden, um kostenfrei Geschirr für ihre Veranstaltungen auszuleihen. „Mit unserem Mehrwegprojekt möchten wir dazu einladen, Veranstaltungen unkompliziert nachhaltiger zu machen – und gleichzeitig einen konkreten Beitrag zum Schutz des Wattenmeeres zu leisten“, betont Ina Rosemeyer, Leiterin des RUZ Schortens, das die Organisation, Zwischenreinigung und Logistik der Ausleihe übernimmt. Es sind jeweils 500 Mehrwegbecher, -schüsseln und -snackteller in Transportboxen verfügbar. Zusätzlich wird ein Aufsteller mitgeliefert, der während der Veranstaltung auf die Mehrweginitiative und die Rückgabe hinweist. Die Ausleihe ist kostenfrei, lediglich eine Schutzgebühr wird erhoben. Nach vollständiger Rückgabe in gereinigtem Zustand wird diese rückerstattet. Unterstützt wurde die Anschaffung des Geschirrs von der Nationalparkverwaltung als inspirierendes Biosphären-Projekt mit Strahlkraft über Schortens hinaus.

Weitere Informationen unter: www.ruz-schortens.de/mehrweg