Niedersachsen

Smart Park

Digitale Vernetzung und Ausbau des Monitorings, der Lenkung und Information von Besuchern im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer

Das wachsende Interesse an Outdoor-Aktivitäten und Erholung in Schutzgebieten spiegelt sich in den steigenden Besucherzahlen dieser Gebiete weltweit wider. Das niedersächsische Wattenmeer ist mit 22 Millionen Besuchstagen der meist frequentierte Nationalpark in Deutschland. Besucher, die meist die örtlichen Gegebenheiten und die Besonderheiten der Natur im Wattenmeer nicht kennen, müssen auf die besondere Empfindlichkeit der Brutplätze von Vögeln, Liegeplätze von Robben, seltene Pflanzenarten und entsprechende Artenschutzmaßnahmen aufmerksam gemacht werden, um diese vor menschlichen Störungen und Schädigungen zu schützen. Dafür ist ein effektives Besuchermanagement mit Monitoring, Lenkung und Information erforderlich.

Beim Besuchermonitoring werden neben dem Besucheraufkommen auch deren Aktivitäten, Erwartungen und Beweggründe erfasst. Zu den gängigen Methoden zählen Besucherbefragungen und Besucherzählungen. Auf Grundlage der so gewonnenen Daten lassen sich Maßnahmen zur Besucherlenkung umsetzen, beispielsweise in Form von Leitsystemen oder kommunikativen Maßnahmen. Ergänzend vermittelt die Besucherinformation Wissen und relevante Inhalte. So werden die Besuchenden über Schutzwerte und Erholungsmöglichkeiten aufgeklärt und können eigene Entscheidungen für ein nachhaltiges Naturerlebnis treffen.

Im Rahmen des Projekts „Smart Park“ sollen die Bereiche Besuchermonitoring, Besucherlenkung und Besucherinformation technologisch miteinander verknüpft und digital ausgebaut werden. Neben einem Beitrag zum zeitgemäßen Nationalparkmanagement entstehen dadurch auch attraktive Angebote für die Besucher, um die einzigartige Natur zu erleben, ohne sie zu beinträchtigen. Die Schutzgüter des Nationalparks werden so besser geschützt und in Verbindung mit Naturerlebnis und Umweltbildung die Akzeptanz für Naturschutz und Nachhaltigkeit erhöht.

Durch die Vernetzung mit kompetenten Partnern, z.B. aus dem Tourismus, werden Synergien genutzt und deren Kommunikationskanäle um wertvolle Informationen aus den Schutzgebieten ergänzt.

Das Projekt legt den Grundstein, um den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer hin zum Smart Park zu entwickeln. Zur Umsetzung hat die NBank der Nationalparkverwaltung eine Förderung im Rahmen der Förderrichtlinie „Landschaftswerte 2.0“ aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und des Landes Niedersachsen bewilligt. Das Projekt läuft vom 1. Juli 2025 bis zum 30. Juni 2028.

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