|
Liebe Freundinnen und Freunde des Wattenmeers,
auch in diesem Herbst hat die Nationalpark-Familie in einer gelungenen Gemeinschaftsaktion mit den Zugvogeltagen einem jedes Jahr aufs Neue faszinierenden Naturschauspiel eine Bühne bereitet. Den Schluss-Akkord setzte neben einer Inszenierung vor Grundschul-Kindern ein mitreißendes Zugvogelmusik-Konzert in Wilhelmshaven, das die Natur und Kultur entlang des ostatlantischen Vogelzugwegs von der Tundra bis zum Golf von Guinea eindrucksvoll verband.
Fördermittel des Bundes und des Landes ermöglichen uns die Weiterentwicklung unserer Nationalpark-Infoeinrichtungen sowie die Unterstützung von Projekten in den Biosphären-Kommunen, mit denen greifbare Impulse für nachhaltige Entwicklung gesetzt werden konnten. Das Weltnaturerbeforum mit der TANO hat erneut Menschen aus der Region zusammen und in den Dialog miteinander gebracht über das was war, was ist und was sein soll im Miteinander von Tourismus, Küsten- und Naturschutz.
Besonders freuen wir uns, dass mit der Förderung von fünf neuen Projekten zum natürlichen Klimaschutz im Wattenmeer ein weiterer wichtiger Schritt für den Erhalt und die Widerstandsfähigkeit unserer einzigartigen Küstenlandschaft getan wird. Die Investition von insgesamt 42 Millionen Euro in die Wiederherstellung und Entwicklung von Salzwiesen und Seegraswiesen stärkt nicht nur den Klimaschutz, sondern auch die Biodiversität und den Küstenschutz im Nationalpark.
Zu Neujahr 2026 wird unser Nationalpark 40 Jahre alt! Gemeinsam mit zahlreichen Wegbegleitern konnte in diesen vier Jahrzehnten viel bewegt werden für den Schutz des Wattenmeers. Mit unserer Jubiläums-Kampagne wollen wir im kommenden Jahr genau dies herausarbeiten: Nationalpark wirkt! Wir freuen uns auf Gelegenheiten, dies mit Ihnen gebührend zu feiern und danken ganz herzlich für Ihre Mitwirkung an den bisherigen Errungenschaften des Nationalparks.
Ihr Peter Südbeck |
| |
|
Am 13.12.1985 erließ das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten die Verordnung über den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer, welche zum 01.01.1986 in Kraft trat. Zum anstehenden Jahreswechsel wird unser Nationalpark 40 Jahre alt! Unsere Jubiläumskampagne „Nationalpark wirkt!“ stellt beispielhaft heraus, was der Nationalpark in vier Jahrzehnten bewegt und bewirkt hat.
Landingpage zum Nationalpark-Jubiläum |
| |
|
42 Millionen Euro für Klima- und Naturschutz im Weltnaturerbe Wattenmeer |
| |
|
Mit fünf neuen Projekten startet Niedersachsen eine groß angelegte Initiative für natürlichen Klimaschutz an der Küste: Salzwiesen und Seegraswiesen werden als effektive CO₂-Speicher wiederhergestellt und gefördert. Ziel ist es, die Widerstandsfähigkeit unserer Küsten zu stärken, die Biodiversität zu fördern und innovative Ansätze für den Schutz des Wattenmeeres umzusetzen. Bund und Land investieren gemeinsam 42 Millionen Euro in diese zukunftsweisenden Maßnahmen.
Pressemitteilung des Umweltministeriums |
| |
|
"Zugvogelmusik" erobert das Stadttheater in Wilhelmshaven |
| |
|
© Wiebke Kreinick / NLPVW
|
| |
|
Die „Zugvogelmusik“ zog am 27. November fast 400 Gäste in das Stadttheater Wilhelmshaven und sorgte mit sechs Live-Acts für einen musikalisch und ornithologisch mitreißenden Abend.
Unterstützt wurde das Konzert von der Gerd Möller-Stiftung, der Stadtsparkasse Wilhelmshaven und dem Finnland-Institut. Herzlichen Dank! |
| |
|
Die Sturmmöwe zu Besuch im Klassenzimmer
|
| |
|
Mit Musik, Theater und viel Begeisterung hat das Bildungsprojekt Unsere bunte Zugvogelmusikschule auch in diesem Jahr wieder die Grundschulen der niedersächsischen Wattenmeerregion verzaubert. Seit 2020 findet das natur-kulturelle Programm jährlich statt – in diesem November vom 3. bis 14. November 2025 an insgesamt zehn Schulen. Dabei verwandelten sich Klassenzimmer und Aulen in lebendige Klangräume, in denen sich alles um Natur, Musik und Nachhaltigkeit drehte. Im Mittelpunkt stand die Geschichte über die kleine Sturmmöwe Venla, begleitet mit afrikanischen Klängen und Melodien. Durch gemeinsames Singen, Bewegen und Musizieren entdeckten die Schüler*innen spielerisch die Verbindung zwischen Natur und Kultur – und die Bedeutung des Wattenmeers und seiner Zugvögel. Das Projekt zeigte eindrucksvoll, wie Musik und Theater Kinder auf kreative Weise für Nachhaltigkeit und kulturelle Vielfalt begeistern können – ein voller Erfolg, der noch lange nachklingt. |
| |
|
Schreibwerkstatt auf Spiekeroog
|
| |
|
Unter dem Motto „Meer schreiben“ fand Ende Oktober auf Spiekeroog eine einwöchige Schreibwerkstatt mit der Schriftstellerin Dr. Anja Liedtke im Rahmen ihrer künstlerischen Residenz statt. Nach einem wettertechnisch wechselhaften Einführungstag in den Nationalpark, der eine Führung durch den Ranger Christopher Riechmann und einen anschaulichen Vortrag von Peter Südbeck umfasste, erwartete die Teilnehmenden eine intensive Woche: Bei zahlreichen Spaziergängen gab es Schreibaufgaben in der Natur; anschließend wurden die entstandenen Texte besprochen, die die Rauheit und die Schönheit des herbstlichen Wattenmeeres einfingen. Rundum positive Rückmeldungen von den Teilnehmenden und Anja Liedtke rundeten die erste Schreibwerkstatt im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer ab. |
| |
|
17. Zugvogeltage im Rückspiegel
|
| |
|
Über 350 Veranstaltungen entlang der niedersächsischen Nordseeküste mit mehr als 12.800 Teilnehmer*innen, davon etwa 2.700 Kinder und 222 beobachtete Arten: Die 17. Zugvogeltage im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer waren ein voller Erfolg!
Den feierlichen Abschluss bildete das Zugvogelfest am 19. Oktober in Horumersiel – mit über 1.100 Besucher*innen ein wirklicher Höhepunkt. Es war erneut eine gelungene Gemeinschaftsaktion der Nationalpark-Familie, in der wir viel über die Sturmmöwe und Finnland lernen sowie den ostatlantischen Vogelzug erleben durften. |
| |
|
Meeresspiegelanstieg bedroht Wattenmeer
|
| |
|
Tidebecken bilden eine natürliche Barriere gegen die Flut, da sie die Fähigkeit zur Höhenanpassung durch Sedimentablagerungen besitzen. So schützen sie besonders niedrig gelegene Küstengebiete wie das Wattenmeer. So weit, so gut. Forschende des Hereon-Instituts für Küstensysteme fanden nun jedoch heraus, dass der Meeresspiegel deutlich schneller ansteigt als die Höhe der Tidebecken. Co-Autor Dr. Wenyan Zhang betont, dass nur neun von 24 Becken über den Betrachtungszeitraum von 1998 bis 2022 einen Höhenanstieg aufweisen. Betrachtet man das Jahrzehnt, seien es sogar nur vier. |
| |
|
Wattenmeerweite Seehundzählungen 2025
|
| |
|
Die Seehundzählungen des Frühjahres und Sommers 2025 zeigen einen vitalen Seehundbestand von insgesamt 8.443 Tieren in Niedersachsen auf. Auch die Jungtier-Zahlen sind positiv. Hier sind es 316 Tiere mehr als letztes Jahr. Somit leben gemäß den aktuellen Zählungen insgesamt 2.335 Jungtiere in der Region des niedersächsischen Wattenmeeres.
Nun wurden die internationalen Zahlen bekannt gegeben. Das Gemeinsame Wattenmeersekretariat (CWSS) berichtet, dass die Zahlen der Seehunde auf lange Sicht gesehen zurückgehen, es wurden 23.954 Seehunde gezählt. Jedoch lässt sich ein Anstieg der Zahl der Jungtiere erkennen, hier wurden 10.044 Tiere gezählt. Die Zahlen resultieren aus den Ergebnissen der „Zählungen der Seehunde im Wattenmeer 2025“, die im Rahmen der trilateralen Zusammenarbeit zum Schutz des Wattenmeeres veröffentlicht wurden. |
| |
|
Neues Projekt: Künstliche Intelligenz in Nationalparken
|
| |
|
© Benedikt Wiggering / NLPV
|
| |
|
Wie stören menschliche Einflüsse in Nationalparken? Um der Erforschung dieses Themas einen Schritt näher zu kommen, haben sich 13 Nationalparke und zwei Wildnisgebiete in Deutschland in einem Förderprojekt mit weiteren Partnern zusammengeschlossen – das Niedersächsische Wattenmeer ist auch dabei. Seit Oktober wird an 50 Stationen ein fotografisches und akustisches Monitoring durchgeführt. Die Auswertung der Daten wird durch künstliche Intelligenz gestützt, so dass die großen Datenmengen im Projekt handhabbar werden. |
| |
|
"Sternefunkeln am Wattenmeer" - Schutz der nächtlichen Dunkelheit und Verringerung von Lichtvermschmutzung
|
| |
|
Bei der Informationsveranstaltung „Sternenfunkeln 2025“ am 24. November in Neuharlingersiel kamen Kommunen, Betriebe, Verbände und engagierte Bürger*innen zusammen, um sich über umweltfreundliche Beleuchtung und den Schutz des Nachthimmels auszutauschen. In Fachvorträgen, Praxisberichten und einem Rundgang durch den Ort und Hafen wurden erfolgreiche Maßnahmen zur Reduzierung von Lichtverschmutzung vorgestellt – darunter auch das neue Beleuchtungskonzept Neuharlingersiels. Die Präsentation des neuen Kriterienkatalogs für öffentliche Beleuchtung markierte einen wichtigen Schritt für alle Kommunen, die sich dem wachsenden „Sternenfunkeln“-Netzwerk anschließen möchten. |
| |
|
Zukunft gemeinsam gestalten: Neue Ideen für die Biosphärenregion
|
| |
|
Wie kann die Biosphärenregion Niedersächsisches Wattenmeer in den kommenden zehn Jahren nachhaltig weiterentwickelt werden? Zu diesem Thema brachten Teilnehmende aus Kommunen, Wirtschaft, Bildung und Naturschutz bei zwei Workshops im Oktober und November ihre Ideen ein. In drei Handlungsfeldern entstanden erste Projektansätze, die nun mit in das Rahmenkonzept der Biosphärenregion einfließen – ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer zukunftsfähigen Region. |
| |
|
Biosphären-Projekt: "Gießkannenheld*innen" in Schortens
|
| |
|
Straßenbäume leiden zunehmend unter Hitze und Trockenheit. Umso wichtiger ist es, sie zu unterstützen – und dafür hat die Biosphären-Stadt Schortens das Mitmach-Projekt „Gießkannenheld*innen“ gestartet. Interessierte können eine Patenschaft übernehmen und erhalten dafür einen Regenwassertank sowie Gießkannen. Die Nationalparkverwaltung unterstützt Kommunen der Entwicklungszone der Biosphärenregion bei der Umsetzung von Nachhaltigkeitsprojekten und hat der Stadt Schortens die ersten 44 Gießkannen und 22 Wassertanks gestiftet. |
| |
|
Ab sofort können Organisationen und Initiativen Mehrwegbecher, -schüsseln und -snackteller beim Regionalen Umweltzentrum (RUZ) in Schortens kostenfrei ausleihen. Ziel des Angebotes ist es, Einwegverpackungen bei kleineren und mittleren Veranstaltungen wie Flohmärkten, Vereinsfesten oder kommunalen Events zu vermeiden. Unterstützt wurde die Anschaffung des Geschirrs von der Nationalparkverwaltung. „Das Mehrwegangebot ist ein inspirierendes Biosphären-Projekt mit Strahlkraft über Schortens hinaus“, lobt Astrid Martin, Dezernentin für die Biosphärenregion bei der Nationalparkverwaltung. |
| |
|
Den Weg geebnet für die Möwenkolonie
|
| |
|
Der Seenpark IV in Nordenham beherbergt mit rund 500 Brutpaaren eine der großen Lachmöwenkolonien an der niedersächsischen Küste. Nur durch die Pflege des Naturschutzvereins Nordenham wird verhindert, dass die Vogelbrutinsel zuwächst und als Brutplatz verloren geht. Damit dies weitergehen kann, war die Sanierung des maroden Holzstegs dringend erforderlich. Eine Investition, die für den Verein nur schwer zu stemmen war. Bei der Suche nach Unterstützung stellte Nordenhams Bürgermeister Nils Siemen den Kontakt zur Biosphärenregion her. Mit der Finanzierung als Biosphären-Projekt konnte der Steg erneuert werden. Davon überzeugten sich Ende November der Bürgermeister und Astrid Martin, Dezernentin für die Biosphärenregion bei der Nationalparkverwaltung. |
| |
|
Wanderwald in der Marienstadt
|
| |
|
Mit dem Wanderwald startet die Stadt Jever ihr erstes Biosphären-Projekt. Diese temporäre Grünfläche besteht aus sieben mit jungen Bäumen gefüllten Pflanzkästen, die zunächst am Alten Markt ihren Platz finden. Der kleine Wald bringe mit geringem Aufwand mehr Grün in die Stadt und lade zu Gespräch und Begegnung ein, erläuterte Bürgermeister Jan Edo Albers bei der Präsentation gemeinsam mit Ratsleuten und der Nationalparkverwaltung, die das Modellprojekt unterstützt hat. Mit Hilfe eines Gabelstaplers kann das „Wäldchen“ überall dort platziert werden, wo es in heißen Sommern an Schatten mangelt. So sollen die Bäume in den nächsten Jahren allmählich durch die Stadt „wandern“ und an Plätzen, die sich im Sommer stark aufheizen, Schattensitzplätze schaffen. Gleichzeitig machen sie und die begleitenden Aktionen auf das Thema Klimawandel und Umweltschutz aufmerksam. |
| |
|
Sandra Dunkmanns Geschichte mit dem Wattenmeer
|
| |
|
2018 habe ich mich bei einer Wattwanderung in das niedersächsische Wattenmeer verliebt – so sehr, dass ich vom Rheinland nach Ostfriesland gezogen bin. Von Anfang an war mir klar: Ich möchte nicht nur das Watt erleben, sondern auch verstehen und mein Wissen stetig vertiefen. Darum besuche ich regelmäßig Fortbildungen: 2019 begann ich mit dem Kurs zur zertifizierten Natur- und Landschaftsführerin, es folgten die Ausbildung zur Gesundheitswanderführerin und die Wattführer*innen-Prüfung 2020. Danach kamen weitere Stationen wie die Spezi-Fisch-Fortbildung 2021, die Ausbildung zur Nationalpark-Vogelführerin sowie in diesem Jahr der Dark Sky Guide (Sternenführerin). Jede Fortbildung eröffnet mir neue Perspektiven und Ideen für meine Wattwanderungen.
Das Wattenmeer ist für mich ein Ort voller Vielfalt: Faszinierende Lebewesen, die sich perfekt an Ebbe und Flut angepasst haben, die wechselnden Lichtstimmungen, die Wolkenformationen und die seltene natürliche Dunkelheit, die im Sommer sogar den Blick auf die Milchstraße erlaubt. Diese Vielfalt begeistert mich immer wieder aufs Neue – und genau diese Begeisterung möchte ich meinen Gästen weitergeben. Ich nehme Menschen mit auf einen Spaziergang über den Meeresboden, zeige ihnen die besonderen Tiere und Pflanzen und vermittle gleichzeitig den Schutzgedanken und die Bedeutung von Nachhaltigkeit. Denn das Watt ist empfindlich und wertvoll – ein Schatz, den wir gemeinsam bewahren müssen. |
| |
|
Natur und Nachhaltigkeit zum Anpacken
|
| |
|
In der Woche vom 6. Oktober bis zum 10. Oktober 2025 fanden im Netzwerk unserer 18 Biosphärenschulen die 5. Biosphärenschul-Aktionstage statt. Die Woche stand ganz im Zeichen der Nachhaltigkeit. Insgesamt setzten sich mehrere tausend Schüler*innen intensiv mit Natur, Kultur und nachhaltiger Entwicklung rund um das UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer auseinander. Die durchgeführten Projekte orientierten sich an den 17 Nachhaltigkeitszielen der UN und boten den Kindern und Jugendlichen vielfältige Möglichkeiten, die Besonderheiten des Lebensraums Watt kennenzulernen – in Klassenzimmern, Schulgärten, Nationalpark-Häusern, Laboren oder direkt vor Ort am Strand und im Watt. |
| |
|
14. Weltnaturerbeforum: Wattenmeer im Wandel
|
| |
|
© Tourismus Agentur Nordsee GmbH
|
| |
|
Unter dem Titel „Blanker Hans, Badestrand und Welterbe – Schutz und Nutzung des Wattenmeeres im Wandel der Zeit“ brachten Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer und der Tourismus-Agentur Nordsee (TANO) im diesjährigen Weltnaturerbeforum rund 100 Akteur*innen aus Naturschutz, Wissenschaft, Bildung, Politik und Tourismus im Alten Kurhaus in Dangast zusammen. Von historischen Einblicken über aktuelle Herausforderungen bis hin zu Zukunftsvisionen wurde deutlich: Nachhaltiger Tourismus und ein starker gesellschaftlicher Dialog sind zentrale Schlüssel für die Zukunft der Wattenmeer-Region. |
| |
|
Ehrenamt für den Nationalpark Wattenmeer
|
| |
|
Am 5. Dezember war Tag des Ehrenamtes. Auch im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer engagieren sich Menschen und helfen, wo es nur geht. So auch Jürgen Dreckschmidt und Marion Döbert, zwei Freiwillige auf Langeoog. Sie haben beide schon einige Jahre Erfahrung, doch jeder Einsatz ist einzigartig und bringt Neues mit sich mit. Als Ehrenamtliche unterstützen sie den Ranger vor Ort, betreuen das Vogelwärterhaus, kontrollieren Strandabschnitte und kommen mit Besucher*innen ins Gespräch (Erfahrungsbericht). Ohne die Hilfe dieser beiden und aller anderen Ehrenamtlichen wäre die Arbeit im Nationalpark so nicht möglich. Aus diesem Grund möchten wir „Danke!“ sagen für all eurer Engagement und eure beeindruckende Ausdauer! |
| |
|
"Giving Tuesday" - Freude verschenken
|
| |
|
Anlässlich des internationalen „Giving Tuesday“ am 2. Dezember startete unser Dachverband Nationale Naturlandschaften e. V. ein neues Angebot. Ab sofort kann man auf seiner Website Geschenkspenden bestellen. Das Prinzip ist einfach: Man wählt den gewünschten Spendenbetrag aus, gibt den Namen der zu beschenkenden Person an, und erhält ein Geschenk, das nicht nur Freude bereitet, sondern auch Gutes tut. Die Spenden gehen an die Nationalen Naturlandschaften und sollen diese bei ihrem künftigen Wirken unterstützen. Wenn Ihnen noch ein Weihnachtsgeschenk fehlen sollte, werfen Sie doch gerne mal einen Blick auf die Geschenkspenden der Nationalen Naturlandschaften. |
| |
|
Nur "Guten Fisch" auf den Tisch!
|
| |
|
Überfischung, die hohen Beifangmengen und die Zerstörung von Lebensräumen sind nur drei der vielen Gründe, weshalb einige Menschen keinen Fisch mehr kaufen. Trotzdem hat dieser als Weihnachtsessen Tradition. Das wirft natürlich die Frage auf, welche Arten man noch halbwegs guten Gewissens verzehren kann. Deutsche Umwelthilfe, GEOMAR, NABU, WWF und die Verbraucherzentrale haben aktuell eine gemeinsame Liste unter dem Titel „Guter Fisch“ veröffentlicht, welche Ihnen die Auswahl für das verantwortungsbewusste Fischessen erleichtert! |
| |
|
Commerzbank-Umweltpraktikum 2026
|
| |
|
Auch 2026 bietet das Commerzbank-Umweltpraktikum wieder die Möglichkeit, wertvolle Erfahrungen in der Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit deutscher Großschutzgebiete zu sammeln. Deutschlandweit sind mehr als 20 Großschutzgebiete beteiligt, und natürlich ist auch der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer wieder dabei: Insgesamt vier Praktikumsplätze sind im UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer-Besucherzentrum Norderney, in den Nationalpark-Häusern an der Wurster Nordseeküste und in Dangast sowie in der Nationalparkverwaltung in Wilhelmshaven zu vergeben. Die Bewerbungsphase läuft bis zum 15. Januar 2026. Bewerben kann man sich auf der Projekt-Website des Umweltpraktikums. |
| |
|
Neue Gesichter in der Nationalparkverwaltung
|
| |
|
Moin, ich bin Frederike Hoppmann. Seit Anfang Dezember arbeite ich in der Nationalparkverwaltung im Projekt „Klima Resilienz Dollart – Kohlenstoffspeicherung durch natürliche Salzwiesenentwicklung im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer“ aus dem Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz und übernehme auch die Gebietsbetreuung am Dollart. Im Sommer letzten Jahres habe ich mein Masterstudium in Biologie mit dem Schwerpunkt arktische Meeresökologie in Norwegen abgeschlossen. In meiner Masterarbeit habe ich mich mit Makrozoobenthos in der Gezeitenzone beschäftigt und untersucht, wie sich verschiedene Einflüsse auf diese auswirken. Ich freue mich auf spannende Themen, neue Erfahrungen und darauf, Teil des Teams zu sein.
Moin, ich bin Carmen Weihnacht. Seit Oktober darf ich die Geodaten des Nationalparks in meiner Obhut haben. So kann ich zwei große Interessen von mir – Technik und Umweltschutz – beruflich verbinden. Seit meinem Studium der Geografie in Köln mit Schwerpunkt GIS (Geoinformationssysteme), Nebenfach Agrarwissenschaften, konnte ich bereits 15 Jahre Berufserfahrung sammeln, zuletzt beim Landkreis Friesland. Der Norden liegt mir in den Genen und am Herzen, sodass ich froh bin, mich jetzt hier sowohl privat mit meiner Familie als auch beruflich eingefunden zu haben. Ich werde dafür sorgen, dass die von meinen Kolleg*innen zur Verfügung gestellten Daten aus der wichtigen Feldarbeit möglichst effizient zur weiteren Auswertung genutzt werden können. Die Prozesskette von der Datenerhebung vor Ort über die Geodatenverarbeitung bis hin zur Informationsvermittlung nach außen bildet einen wichtigen Grundstein der Nationalparkarbeit. |
| |
|
Tierische Landschaftspfleger im Nationalpark
|
| |
|
Die Nationalparkverwaltung verfügt über einen eigenen Bauernhof: den Nationalpark-Hof Eide Icken. Schwarzbunte Niederungsrinder als alte Haustierrasse übernehmen an der Wurster Küste Aufgaben der Landschaftspflege im Nationalpark. Die extensive Beweidung ermöglicht eine Entwicklung zu naturnahen Salzwiesen. Für den Hof steht nun ein Pächterwechsel an: Zum 1. Januar 2026 übernimmt Laura Allers den Betrieb. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit! |
| |
|
Jüngstes Nationalpark-Haus wird rundum erneuert
|
| |
|
© Nationalpark-Haus Wattenhuus Bensersiel
|
| |
|
Seit zwei Jahren unterstützt die Nationalparkverwaltung die Modernisierung zahlreicher Nationalpark-Informationseinrichtungen am niedersächsischen Wattenmeer mit einer Bundesförderung aus dem Haushaltstitel „Wattenmeerzentren“ in Höhe von insgesamt 14 Mio. Euro. Damit sollen in den kommenden Jahren notwendige bauliche Maßnahmen wie Ausstellungserneuerungen und energetische Sanierungen umgesetzt werden, die die Bildungs- und Informationsarbeit unserer Besuchseinrichtungen aufwerten und fit für die Zukunft machen.
Als erste von vielen Informationseinrichtungen am Wattenmeer konnte das erst 2016 als Nationalpark-Haus anerkannte Wattenhuus in Bensersiel von den Fördermitteln des Bundes profitieren. Am 21. November 2025 eröffnete es feierlich seine neuen Räumlichkeiten, die angebaut, verändert, saniert und mit einer gänzlich neuen Dauerausstellung zum Thema „Natürlichkeit und Vielfalt – das Wattenmeer in Zeiten des Klimawandels“ ausgestattet wurden. Dank vieler interaktiver Stationen, anschaulicher Nachbildungen der Lebensräume und der besucherfreundlichen Atmosphäre (inkl. neugestaltetem Shop) können die Gäste des Hauses nun „trockenen Fußes“ einen umfassenden aktuellen Einblick in die Wattenmeer-Natur gewinnen – und ihr Naturerlebnis im Freien vor- oder nachbereiten. Ein Besuch dieser neuen Attraktion und die Teilnahme an einer der zahlreichen bewährten Veranstaltungen des Nationalpark-Hauses Wattenhuus Bensersiel lohnt sich in jedem Fall! |
| |
|
Im Nationalpark Kellerwald
|
| |
|
Ende Oktober war das Netzwerk ehemaliger Freiwilliger im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer (Watt°N) für ihr Teambuilding im Nationalpark Kellerwald-Edersee unterwegs. Gemeinsam bekamen sie unter der Leitung von Nathalie Walz eine Einführung in den Kellerwald. Außerdem sammelten sie Pilze und durften sogar einige Vögel beringen. Trotz des kurzen Treffens hatten sie bei ihrer Abreise viele schöne Erinnerungen und neue Ideen für Watt°N im Gepäck. |
| |
|
Neue Studie zu Biodiversitätsveränderungen bei Wattenmeervögeln
|
| |
|
Monitoringdaten aus unserem Nationalpark fließen dank der Zusammenarbeit mit dem Helmholtz-Institut für Funktionelle Marine Biodiversität (HIFMB) in immer mehr grundsätzliche Publikationen zu Biodiversitätsveränderungen ein. Eine neue Studie widmet sich Vogelbeständen und deren Veränderung im Zusammenhang mit den Eigenschaften von Gastvögeln: When species are lost but functions persist: a trait‐based perspective on Wadden Sea bird diversity dynamics. Über die Datenreihen hinweg gab es langfristig mehr Verluste als Zunahmen an Arten, jedoch blieb entgegen den Erwartungen die funktionale Diversität gleich. Ein Ergebnis ist, dass die Betrachtung der funktionalen Diversität leicht einen Verlust an taxonomischer Diversität überdecken kann. |
| |
|
Neue Erkenntnisse zur Meeresökosystemleistung der Nordsee
|
| |
|
Ein Forschungsvorhaben des Bundesamts für Naturschutz (BfN) zur Erfassung und Bewertung von Meeresökosystemen in der deutschen Nord- und Ostsee liefert erstmals umfassende physische und monetäre Bewertungen zentraler Ökosystemleistungen wie Biodiversität, Erholung, Küstenschutz und Kohlenstoffbindung. Die Ergebnisse zeigen unter anderem eine hohe gesellschaftliche Zahlungsbereitschaft für verbesserten Artenschutz, deutliche wirtschaftliche Werte naturnaher Erholung sowie erhebliche Küstenschutz- und Klimaleistungen durch Salzwiesen und Seegrasbestände. Die entwickelten Methoden und Ergebnisse unterstützen bereits EU-Richtlinien wie die Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie und können künftig in Ökosystemrechnungen genutzt werden.
Vollständiger Bericht |
| |
|
"Tierisch" gute Podcastfolge
|
| |
|
Der Tier- und Artenpodcast „tierisch! – Zwei Forscherinnen und die wilde Welt der Tiere“ veröffentlichte am 2. Dezember eine neue Folge: „Das Geheimnis der Wattspaghetti. Mit Dr. Benedikt Wiggering vom Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer."
Was hat es mit der Wattspaghetti auf sich? Wie finden Zugvögel ihren Weg? Was knistert denn da im Watt? All diese Fragen und noch viele weitere werden in dieser Podcastfolge (überall da, wo es Podcasts gibt) beantwortet. Reinhören lohnt sich! |
| |
|
Hrsg.: Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer Virchowstr. 1, 26382 Wilhelmshaven Tel. 04421 911-0 E-Mail: presse@nlpvw.niedersachsen.de
Redaktion: Florian Carius, Mia Ruppaner, Jan Wagner
|
| |
|