Wind und Gezeiten machen das Wattenmeer zu einem außergewöhnlichen Lebensraum voller Dynamik und wilder Schönheit. Das Biosphärenreservat stellt das nachhaltige Leben und Wirtschaften der Menschen inmitten dieses einzigartigen Natur- und Kulturraums in den Fokus: Die fünf großen bewohnten Halligen und die Insel Pellworm sind eine von der UNESCO anerkannte Modellregion für nachhaltige Entwicklung.
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Schleswig-Holstein
Biosphärenreservat Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer und Halligen
Nachhaltige Entwicklung für eine lebenswerte Zukunft
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Die Bewohner*innen der Halligen haben vor 20 Jahren die nachhaltige Weiterentwicklung ihrer Heimat aktiv in die Hand genommen. Dafür haben die Gemeinden eine Geschäftsstelle eingerichtet, die von der Biosphärenreservatsverwaltung, von zahlreichen Partner*innen in der Region, vom Kreis Nordfriesland und vom Land Schleswig-Holstein unterstützt wird.
Die positiven Effekte der Biosphäre Halligen weckten auf der Nachbarinsel Pellworm das Interesse und führten dort ab 2019 zu einem breit angelegten Beteiligungsprozess, den die Biosphärenreservatsverwaltung begleitete. Viele Menschen aus unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern engagierten sich in über 20 „Biosphärenprojekten“ und übernahmen damit Verantwortung für die nachhaltige Gestaltung ihrer Heimat. Das breite Spektrum an Projekten repräsentiert eindrücklich das große Potenzial der Insel, die Vielfalt des Pellwormer Lebens sowie die starke Verbundenheit der Pellwormer*innen mit ihrer Heimat.
Magdalena Hanft ist seit der Anerkennung Pellworms als Entwicklungszone im vergangenen Herbst neu im Team: Sie ist Projektmanagerin bei der Gemeinde Pellworm und unter anderem für die Koordination der Pellwormer Aktivitäten als Biosphäre zuständig. Seit Ende 2022 begleitet sie mehrere Pellwormer Biosphärenprojekte zum Beispiel die „Insektenfreundliche Insel“, die „Sterneninsel Pellworm“ und die „Museumslandschaft“. In mehreren Arbeitskreisen wird es bereits auch an vielen neuen Ideen gearbeitet. „Als die UNESCO im Sommer 2023 zugestimmt hat, dass Pellworm Teil der Biosphäre Wattenmeer sein darf, haben wir uns riesig gefreut. Pellworm bemüht sich seit vielen Jahren um Nachhaltigkeit und hat auch den Beitritt zur Biosphäre mit viel Aufwand vorbereitet. Wir wollen dranbleiben und unser Engagement noch sichtbarer machen. Auch auf die Zusammenarbeit mit den Halligen freuen wir uns sehr. Gemeinsam können wir noch mehr bewegen“, so Magdalena Hanft.
Für die Halligen ist Ruth Hartwig-Kruse die Ansprechpartnerin.
In der Verwaltung des Biosphärenreservats Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer und Halligen, der Nationalparkverwaltung in Tönning, ist Armin Jeß seit vielen Jahren die Schnittstelle zur Biosphäre Halligen. Für Pellworm ist das Silke Wissel, die schon den Erweiterungsprozess des Biosphärenreservats vor Ort und in Tönning begleitet hat. Sie ist außerdem für die allgemeinen Fragen um die Biosphäre Wattenmeer sowie für die Verbindung zu den anderen deutschen Biosphären und zum Weltnetz der UNESCO-Biosphärenreservate zuständig. Beide gehören im Fachbereich „Schutz und Entwicklungsplanung“ zum Team von Britta Diederichs.