Forschung

Die Erforschung des Wattenmeeres liefert wichtige Grundlagen für die Arbeit der Nationalpark­­verwaltungen. Die Forschungsergebnisse ermöglichen Aussagen über den aktuellen Zustand des Ökosystems.

Forschung im Wattenmeer

© Christiane Gätje / LKN.SH

Forschungsprojekte

Themenjahr 2021

Das schleswig-holsteinische Wattenmeer steht bei Wissenschaftler:innen seit Langem im Fokus. Viele Phänomene wurden von hiesigen Forschungsinstitutionen erstmals entdeckt oder beschrieben. So wurde der aus dem Biologieunterricht bekannte ökologische Begriff der Lebensgemeinschaft „Biozönose“ bereits im vorletzten Jahrhundert bei uns im Wattenmeer entwickelt.

Den Neozoen auf der Spur

Im Wattenmeer ist es nicht anders als an Land: Immer wieder werden Tierarten entdeckt, die ursprünglich nicht in diesen Lebensraum gehören. So sind auch am und im Wattboden, unter den als Benthos bezeichneten Tieren, solche Einwanderer zu finden. Ein Beispiel ist der Flohkrebs Aoroides semicurvatus (Foto unten).

Mulinia lateralis gross
  • Wissen
  • Forschung
  • Niedersachsen

Satelliten-Fernerkundung für das Wattenmeer

Hochauflösende satellitengestützte Sensoren und insbesondere Radar-Sensoren, die von Tageslicht und Wetter weitgehend unbeeinflusst arbeiten, eröffnen neue und zusätzliche Möglichkeiten, das ausgedehnte, oft schwer zugängliche Gezeitengebiet des Wattenmeeres zu beobachten.

Muschelbänke in einer Aufnahme des TerraSAR-X aus dem Jahr 2011 (©TerraSAR-X © DLR)

Studie zur Entwicklung der Wattflächen im hamburgischen Wattenmeer

Eine Auswertung der Forschungsstelle Küste (NLWKN Norderney) stellt die Veränderungen von Wattflächen und Prielen im hamburgischen Wattenmeer für den Zeitraum 1965 – 2020 dar.

  • Wissen
  • Forschung
  • Schleswig-Holstein

STopP – Vom Sediment zum Top-Prädator

Das Verbundvorhaben „STopP“ (Laufzeit: 01.04.2013 bis 31.03.2016) und das daran anschließende und aufbauende Vorhaben STopP-Synthese (Laufzeit: 01.04.2016 bis 31.03.2019) ist eines von jeweils fünf geförderten Projekten der ersten beiden Ausschreibungen zur “Küstenmeerforschung in Nord- und Ostsee” des Bundesministeriums für Bildung und Forschung im Programm “Forschung für nachhaltige Entwicklungen (FONA)”. Es wurde von der Nationalparkverwaltung koordiniert.

Säbelschnäbler
  • Wissen
  • Naturschutz
  • Niedersachsen

Forschung für den Kornweihen-Schutz

Kornweihen sind in Deutschland als Brutvogelart vom Aussterben bedroht. Einzig das niedersächsische Wattenmeer und hier insbesondere die Ostfriesischen Inseln sind als Rückzugsraum für brütende Kornweihen verblieben. In einem umfangreichen Forschungsprojekt wurden die Ursachen für den Bestandsrückgang ermittelt, als Grundlage für geeignete Schutzmaßnahmen.

Kornweihen-Männchen mit Beute
  • Wissen
  • laufend
  • Niedersachsen

Muschelbankmonitoring für eine nachhaltige Fischerei

Gefördert aus Mitteln des Europäischen Meeres-und Fischereifonds (EMFF), Laufzeit: Januar 2019 – März 2023

  • Wissen
  • Forschung
  • Niedersachsen

Strategie zum ökologischen Sedimentmanagement

Im Januar 2019 ist ein Forschungsprojekt zum ökologischen Sedimentmanagement an der Ems angelaufen. Die fortlaufenden Baggerungen und Verklappungen von Sedimenten zur Unterhaltung der Fahrrinnen und Häfen stehen im Verdacht, in der Außenems zu einer Veränderung der natürlichen Sedimentdynamik geführt zu haben und dadurch die Seegras- und Muschelvorkommen im Nationalpark Wattenmeer zu beeinflussen.

  • Wissen
  • Projekte
  • Schleswig-Holstein

FishNet

Fische sind ein integraler Bestandteil des Ökosystems und übertragen Energie „top-down“ und „bottom-up“ durch das Nahrungsnetz. Ein grundlegendes Verständnis der essentiellen Prozesse und Funktionswege fehlt, was einen effektiven und effizienten Fischartenschutz erschwert. Im Projekt „FishNet“ sollen Nahrungsnetzbeziehungen in der Nordsee unter Berücksichtigung der Fisch-Funktionsgruppe verbessert, weiterentwickelt und bewertet werden.

  • Wissen
  • Forschung
  • Schleswig-Holstein

Integrierte Territoriale Investitionen Westküste

Im Rahmen der Förderperiode 2014-2020 des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) ist vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie des Landes Schleswig-Holstein ein Sonderförderprogramm Integrierte Territoriale Investitionen Westküste (ITI) ausgelobt worden.