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Ab nach Süden

„Ab nach Süden“ lautet derzeit das Motto der Küstenvögel: Viele sind bereits aufgebrochen, andere starten jetzt oder rasten noch eine Weile am nahrungsreichen Wattenmeer. Unter ihnen sind auch Vogelarten, die man nicht unbedingt als Wattenmeerbewohner vermutet. Die Sumpfohreule zum Beispiel, die am stärksten bedrohte Eulenart in Deutschland.

Sumpfohreule im Flug

Licht aus zum Weltzugvogeltag

Heute, am Samstag, 8. Oktober, ist Weltzugvogeltag, in Englisch “World Migratory Bird Day”. Und der fokussiert dieses Jahr auf Lichtverschmutzung und ihre negativen Auswirkungen auf Zugvögel. Denn immer heller scheinende, immer größere künstliche Lichtquellen erhellen den Nachthimmel, und das scheint das innere Navigationssystem der Zugvögel zu stören. Beispielsweise weichen sie von ihren eigentlichen Zugwegen ab.

Vogelschwarm über dem Wattenmeer

Unser Wattenmeervogel

Für das Forschungsprojekt „Unser Wattenmeervogel“ haben Wissenschaftler*innen seit Sommer 2022 insgesamt 75 Säbelschnäbler mit GPS-Datenloggern ausgestattet. Diese Rucksäcke tragen die Vögel nun bei sich und senden hiermit permanent ihren Aufenthaltsort. Per Mobilfunknetz erreichen uns die Daten, so dass alle Fans unserer Wattenmeervögel immer wissen, wo ihre Lieblinge sind.

Im Fokus stehen ein männlicher und ein weiblicher Säbelschnäbler, die ihre Sender während ihrer Brut auf Hallig Oland erhielten.

Säbelschnäbler mit Nachwuchs

Kornweihe

Stahlgraue, kleine Männchen – braune, große Weibchen

Die Kornweihe ist ein mittelgroßer schlanker Greifvogel, der meist mit leicht angehobenen (v-förmig gehaltenen) Flügeln jagt. Sie zeigt einen starken Geschlechtsdimorphismus bezüglich Größe und Färbung, das heißt Männchen und Weibchen unterscheiden sich sehr stark.

Zeichnung von einem fliegenden Kornweihe-Weibchen und einem sitzenden Kornweihe-Männchen.

Sumpfohreule

Mäusejagende Weltenbürgerin

Die Sumpfohreule ist eine mittelgroße Eule mit langen Flügeln. Die Farbe ihres Gefieders ist recht variabel, häufig sind hell- oder schilfbraune Färbungen. Charakteristisch sind die schwarz umrandeten Augen mit der gelben Iris. Auf der Körperunterseite ist eine deutliche Längsstrichelung zu erkennen.

Zeichnung einer Sumpfohreule.

Pfeifente

Gesellige Vegetarierin

Die Pfeifente ist eine kleine Gründelente, die im Gegensatz zu den Tauchenten nur mit Kopf und Hals ins Wasser eintauchen, um am Boden nach Nahrung zu suchen („gründeln“).

Zeichnung einer schwimmenden und einer fliegenden Pfeifente.

Vogel-Fachwissen für die Küstenregion

In Schillig haben die ersten elf Gästeführenden die Prüfung zum/r „Nationalpark-Vogelführer:in” bestanden. Dank dieser Fortbildung sind sie von nun an bestens gerüstet, um Besucher*innen der Küste für den Schutz der hiesigen Vogelwelt und des Wattenmeeres zu sensibilisieren. Die zertifizierte Fortbildung ist eine Kooperation der Ländlichen Erwachsenbildung (LEB) mit der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer (NLPV).

Die ersten zertifizierten Nationalpark-Vogelführer:innen im Niedersächsischen Wattenmeer

Gewimmel am Himmel – Auf zum Westküsten-Vogelkiek

Mit dem Herbst kehren Tausende von Zugvögeln aus ihren nordischen Brutgebieten zurück. Im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer und den angrenzenden Küstengebieten finden sie ungestörte Rastplätze und ausreichend Nahrung, um sich für den Weiterflug in die Überwinterungsgebiete zu stärken.

Gewimmel am Himmel – Auf zum Westküsten-Vogelkiek

Berauschendes Schwarmerlebnis: Rund um das erste Oktober-Wochenende herum sind alle Interessierten zum Westküsten-Vogelkiek eingeladen. © Christian Wiedemann / LKN.SH Westküsten-Vogelkiek: Gemeinsame Vogelbeobachtung in fachkundiger Begleitung ist ein besonderes Erlebnis. © Oliver Franke / LKN.SH

Sanderlinge

Die Welt der Zugvögel im Fokus

Die 14. Zugvogeltage im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer finden vom 8. bis zum 16. Oktober statt und halten rund 250 Angebote bereit. Der Kiebitzregenpfeifer und seine arktischen Brutgebiete bilden dieses Jahr den thematischen Schwerpunkt.

Fliegender Kiebitzregenpfeifer