Hamburg

06.09.2023 | | Anerkennung für das Hamburgische Wattenmeer

Urkunden-Übergabe zur erfolgreichen Evaluierung als UNESCO-Biosphärenreservat

UNESCO-Biosphärenreservate sind weltweit Modellregionen, in der ökologische, wirtschaftliche und soziale Entwicklungen nachhaltig und im Einklang miteinander ablaufen sollen. Dies betrifft vor allem Naturschutz und die ansässige Bevölkerung mit ihren wirtschaftlichen und sozialen Belange. Biosphärenreservate werden im Rahmen eines umfangreichen Melde- und Prüfverfahrens von der UNESCO anerkannt und in einem zehnjährigen Turnus hinsichtlich ihrer Entwicklung überprüft. Das UNESCO-Biosphärenreservat Hamburgisches Wattenmeer hat diese Evaluierung nun erfolgreich abgeschlossen. Am 6. September hat Umweltsenator Jens Kerstan die Urkunde in Empfang genommen.

​​​​​​​Jens Kerstan, Senator für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft: „Das Biosphärenreservat Hamburgisches Wattenmeer ist ein einzigartiges Naturjuwel, das eng mit Niedersachsen und Schleswig-Holstein verwoben ist. Die erfolgreiche Evaluierung des Hamburgischen Wattenmeers als UNESCO-Biosphärenreservat ist eine großartige Nachricht. Es zeigt, wie ein Leben im Einklang mit der Natur funktionieren kann und ist ein Meilenstein in der Bewahrung der sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Aspekte unserer Region, um dem Klimawandel und dem Verlust der Biodiversität entgegenzuwirken. Unsere Verantwortung als Anrainer ist es, den außergewöhnlichen und universellen Wert des Wattenmeeres für die Menschheit zu bewahren. Für Niedersachen und Schleswig-Holstein ist die Erweiterung ihrer Biosphärenregionen um große, neue Entwicklungszonen ein Meilenstein und dazu gratuliere ich unseren Nachbarländern herzlich.“

Der Anteil der Kernzone, mit den Wattflächen und den Vogelinseln Scharhörn und Nigehörn, ist besonders groß im Hamburgischen Wattenmeer. Hier herrscht Wildnis. Mittendrin liegt die Insel Neuwerk – die Pflegezone. Die Zonierung der Insel wird nun leicht verändert. Die Hofstellen und Wohngebäude werden Entwicklungszone. Hauptthema der neuen Entwicklungszone ist der Ausbau Erneuerbarer Energien. Die Ziele für die Pflegezone des Nationalparks liegen weiterhin vor allem im Schutz der brütenden Wiesenvögel und der Rastplätze für Zugvögel. Außerdem geht es um die nachhaltige Pflege der jahrhundertealten Kulturlandschaft durch landwirtschaftliche Nutzung.

Rückfragen der Medien
Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA)
David Kappenberg, stv. Pressesprecher
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Mobil: 0151 1809 3879

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