Schleswig-Holstein

Pressemitteilungen der Nationalparkstiftung

Hier veröffentlicht die Nationalparkstiftung Schleswig-Holstein ihre Pressemitteilungen.

Ein Seehund frisst einen Fisch

Im Juli 2020 fiel der Startschuss für die Projektförderung der Nationalparkstiftung Schleswig-Holstein. ‚Nicht nur mit Blick auf Größe und regionale Verteilung der Institutionen auch hinsichtlich der Themen und Zielgruppen spiegeln die eingereichten Projektideen eine beeindruckende Vielfalt wider‘, freut sich Dr. Holger Gerth, Vorsitzender des Stiftungsrates.

Die Nationalparkstiftung fördert Projekte, die den Schutz des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer verbessern oder der Bildung und Information über den Nationalpark dienen. Die Projekte müssen innerhalb des Nationalparks stattfinden oder in seiner Umgebung, in jedem Fall aber in einem engen Zusammenhang mit dem Wattenmeer stehen.

Im vergangenen Jahr wurden fünf Projektanträge vom Vorstand der Stiftung einstimmig bewilligt mit einem Gesamtfördervolumen von 124.100 Euro.

Mit dem Projekt „Eine Nationalpark-Ecke für unsere Kita oder Schule“ will die Nationalpark-Service gGmbH für 26 Schulen und Kitas in der Nationalparkregion individuell gestaltete Umweltbildungsecken erstellen. Sie sollen regelmäßig gepflegt und in den Unterricht einbezogen werden.

Das Fressverhalten von Seehunden möchte die Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover an ihrem Standort Büsum mittels hochauflösender Multi-Sensor-Unterwasserkamera beobachten. Dabei sollen Seehunde mit speziellen Unterwasser-Kameras besendert werden. So können detaillierte Informationen zum Fressverhalten und zur Nahrungsökologie sowie zur räumlichen Nutzung des Nationalparks als Jagdhabitat gewonnen werden. Die Aufnahmen sollen dann auch in der Umweltbildung verwendet werden.

Die Schutzstation Wattenmeer möchte eine Datenbank für die verbandliche Schutzgebietsbetreuung aufbauen. In ihr sollen Daten wie Monitoring von Strandfunden, Kartierung von Organismen der Wattfauna, Erfassung verölter Vögel und Störungen sowie die Erfassung von Vorkommen und Verbreitung von Tier- und Pflanzenarten gesammelt werden. Um auch in Zukunft die Betreuungs- und Naturschutzarbeit an der Westküste Schleswig-Holsteins professionell fortführen und weiterentwickeln zu können, ist sowohl eine Zusammenführung der in der Vergangenheit erhobenen Daten als auch die direkte Eingabe aktueller Erhebungen in eine auf diesen Zweck zugeschnittene Datenbank erforderlich, die auch für andere Verbände nutzbar sein soll.

Dem Landschaftszweckverband Sylt wurde ein Projekt zum Plastik-Müll im Meer bewilligt, das auf das immense Potential von Müllvermeidung und Recycling hinweisen will. Mithilfe eines Kunststoff-Recycling-Mobils konnten die Teilnehmenden selbst aus Kunststoffmüll Lineale fertigen. Zwei Sylter Schulen waren einbezogen.

Für das Infozentrum Wiedingharde der Gemeinde Klanxbüll wurde die Erneuerung des Ausstellungsbereiches zum Thema Nationalpark Wattenmeer bewilligt. Nach über 20 Jahren soll dieser Bereich als Teil der interaktiven, deutsch-dänischen Erlebnisausstellung aktualisiert und neu konzipiert werden.

Neue Projektideen können jederzeit eingereicht werden. Die große Bandbreite der möglichen Maßnahmen trägt dazu bei, auf vielfältige Art und Weise den Schutz des Nationalparks Wattenmeer in Schleswig- Holstein zu verbessern.

Weitere Informationen zur Nationalparkstiftung Schleswig-Holstein sowie Antragsunterlagen und Informationen zu den Förderkriterien gibt es unter www.nationalparkstiftung-sh.de.

Bei Fragen zum Förderprogramm ist die Stiftung über zu erreichen.

Das Foto zeigt einen Seehund beim Fressen – ‚Fisch satt‘.
Der Fotoautor ist Dr. Abbo van Neer (Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover)

Michael Kruse
Vorstandsvorsitzender der Nationalparkstiftung Schleswig-Holstein
Schlossgarten 1
25832 Tönning
Telefon 04861 616-62

Bis eine neu gegründete Stiftung Geld verteilen kann, ist es ein langer Weg – insbesondere in Zeiten historisch niedriger Zinsen und sehr instabiler Kapitalmärkte. Diese Erfahrung musste auch die Ende 2015 gegründete Nationalparkstiftung machen. Doch trotz der Corona-Krise hat sich die Stiftung entschlossen, ein Zeichen für die Natur zu setzen: Ab sofort können Projekte durch die Nationalparkstiftung gefördert werden. Zur Verfügung stehen in diesem Jahr maximal 260.000 Euro, von denen möglichst viele Projekte profitieren sollen.

Die Nationalparkstiftung fördert gemäß ihrer Satzung Projekte, die direkt den Schutz des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer verbessern oder die der Bildung und Information über den Nationalpark dienen. Die Projekte müssen innerhalb des Nationalparks stattfinden oder in seiner Umgebung, in jedem Fall aber in einem engen Zusammenhang mit dem Wattenmeer stehen.

Antragsberechtigt sind steuerbegünstigte Körperschaften und juristische Personen des öffentlichen Rechts, wie Naturschutzvereine und –verbände, Genossenschaften, Gesellschaften, Stiftungen, Gemeinden, Kreise und Hochschulen.

Details zu den Kriterien für eine Projektförderung sind in der Förderrichtlinie der Nationalparkstiftung beschrieben: www.nationalparkstiftung-sh.de. Wer Fragen dazu hat, kann die Stiftung unter erreichen.

Hinweis: Bei Fragen zur Nationalparkstiftung wenden Sie sich bitte an: Dr. Holger Gerth (Vorsitzender des Stiftungsrates), , Tel. 0170/3855160

Verantwortlich für diesen Text:
Dr. Holger Gerth | Nationalparkstiftung Schleswig-Holstein

Foto Dr. Holger Gerth: Schleswig-Holsteinischen Heimatbund