Der Nationalpark "Niedersächsisches Wattenmeer"

Seit 1986 ist das Wattenmeer vor der niedersächsischen Nordseeküste als Nationalpark geschützt. Mit der Novelle des Nationalparkgesetzes vom März 2010 wurde die Fläche auf jetzt ca. 345.000 Hektar erweitert. Damit ist das Niedersächsische Wattenmeer der zweitgrößte deutsche Nationalpark.
Strand auf Norderney

Ein Nationalpark ist ein Großschutzgebiet, das auf Grundlage des Naturschutzrechtes des Bundes und des jeweiligen Bundeslandes ausgewiesen und streng geschützt ist. In Deutschland gibt es 16 Nationalparks.

Seit 1993 ist das niedersächsische Wattenmeer auch UNESCO-Biosphärenreservat. Ein Biosphärenreservat ist ein Gebiet, das in seiner natürlichen und kulturellen Ausprägung weltweit einzigartig ist und als Modellregion für die nachhaltige Entwicklung dient. Das Zusammenleben von Mensch und Natur soll hier beispielhaft entwickelt und erprobt werden. In Deutschland gibt es 15 Biosphärenreservate.

2009 wurde das Wattenmeer als UNESCO-Weltnaturerbe ausgezeichnet, als weltweit einmalige Naturlandschaft. Neben dem Wattenmeer gibt es bisher nur zwei weitere Weltnaturerbestätten in Deutschland, die Grube Messel und die Alten Buchenwälder Deutschlands. Voraussetzung für die Anerkennung durch die UNESCO ist, dass das Gebiet durch nationales Recht wirkungsvoll geschützt ist. Ohne den Nationalpark gäbe es also kein Weltnaturerbe Wattenmeer.

Der größte Teil des Nationalparks ist auch Europäisches Schutzgebiet nach EG-Vogelschutzrichtlinie bzw. EU-Flora-Fauna-Habitatrichtlinie.

Seit 2005 ist der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer zusammen mit anderen deutschen Nationalparks, Biosphärenreservaten und Naturparks unter der Dachmarke „Nationale Naturlandschaften“ vereint.