27.07.2010

Drachensteigen im Nationalpark

Weite Flächen und kräftiger Wind an der Nordseeküste laden dazu ein, den Drachen steigen zu lassen. Auch Kiteboarding oder Buggykiting sind beliebte Sportarten an der Küste und auf den Inseln. Zum Schutz der wild lebenden Tiere, insbesondere der Vögel, ist das Drachensteigen in der Ruhe- und Zwischenzone des Nationalparks allerdings grundsätzlich nicht gestattet.

Für wild lebende Vögel wirken Drachen am Himmel wie "Vogelscheuchen". Bei Rastvögeln ist die Störung unmittelbar wahrzunehmen, wenn sich ein größerer Schwarm erhebt und das Weite sucht. Eher unsichtbar sind die Auswirkungen auf Brutvögel. Oft ducken sie sich nur an den Boden, oder sie entfernen sich ein Stück weit vom Nest, um den vermeintlichen Feind vom Nachwuchs fortzulocken. In jedem Fall bedeutet es, dass lebenswichtige Aktivitäten des Brut- und Aufzuchtgeschäftes - Wärmen, Schützen, Füttern - unterbrochen sind, bis die Störung wieder verschwunden ist. Das kann fatale Folgen für den Bruterfolg haben.

Deshalb ist in der Ruhezone und in der Zwischenzone des Nationalparks das Drachensteigen bzw. der Betrieb von Geräten, die von Drachen gezogen werden, grundsätzlich verboten.

Bitte erkundigen Sie sich bei den Touristik-Einrichtungen an Ihrem Urlaubsort nach zugelassenen Flächen für Drachensportler in der Erholungszone oder außerhalb des Nationalparks.

Für Kitesurfer, die sich ausschließlich auf dem Wasser bewegen, gibt es ausnahmsweise Flächen in der Zwischenzone. Diese können auf Antrag der Gemeinde von der Nationalparkverwaltung zugelassen werden. Sie sind mit Bojen gekennzeichnet. Näheres dazu unter dem Punkt "Kitesurfen".